Eine Werksgeschichte aus der Zeit der Epoche des "Bitterfelder Weges"

© 2026 Fred-Gerrit Griepernau

Im Kulturpalast Bitterfeld

musizierte einst das Arbeitersinfonieorchester des VEB Chemiekombinat Bitterfeld nicht nur auf den Brettern, die die Welt bedeuten, sondern es beschritt auch den Bitterfelder Weg mit Uraufführungen eigener Auftragskompositionen und brillierte mit einer ganz besonderen.

Über das Buch

Der Kulturpalast Bitterfeld –  Anfang der fünfziger Jahre im Stile des sozialistischen Klassizismus erbaut und unter anderem Schauplatz dreier historischer Konferenzen mit epochalen Auswirkungen – war jahrzehntelang beliebter Spielort nationaler und internationaler Künstler, aber auch Heimstatt zahlreicher eigener Ensembles. Er teilt sich sein Schicksal mit vielen anderen Kulturhäusern aus jener Zeit, ist seit mehr als zehn Jahren geschlossen und blickt in eine ungewisse Zukunft. Erinnerungen an Veranstaltungen verblassen, Zeitzeugen sterben aus und eine neue Generation wächst heran, die uns erzählen will, was damals war... Das Buch erzählt möglicherweise etwas anderes – geschrieben von einem Zeitzeugen, der basierend auf persönlichen Erinnerungen und fundierter Recherche über eine ganz spezielle "Werksgeschichte" berichtet und mit Anekdoten gewürzt die damalige Zeit neu lebendig werden lässt.  

Leseproben

Das "Werk" ist keine Fabrik, kein Chemiebetrieb, kein Kombinat, es ist ein Musikstück. Es sind sogar ganze sieben: Günter Kochan, Meisterschüler von Hanns Eisler, komponierte "Sieben Orchesterstücke" für das Bitterfelder Sinfonieorchester des Kulturpalastes, eine dodekaphonische Suite, die dem damaligen Zeitgeist geschuldet von Kulturfunktionären einen recht eigensinnigen und ambivalenten Arbeitstitel "Bilder aus dem Kombinat" erhielt. Was Komponist, Publikum und Interpreten dazu meinten, was der Nachwuchs der ehemaligen sowjetischen Hauptstadt, der Kapp-Putsch, die Kampfgruppen der Arbeiterklasse und möglicherweise ein Zirkusclown damit zu tun hatten und wie Modest Mussorgski als Ideen-Pate herhalten musste – all das drohte, in Vergessenheit zu geraten. Die damaligen Protagonisten weilen größtenteils nicht mehr unter uns oder haben Bitterfeld schon lange verlassen, einen Ort, der einst als dreckigster in ganz Europa verschrien war, an dem aber Musikgeschichte geschrieben wurde! Die bildende Kunst der Epoche des Bitterfelder Weges scheint wieder salonfähig zu werden, wird erforscht, ausgestellt und kuratiert – und oftmals fehlinterpretiert. Um die Bitterfelder Auftragskompositionen vor all dem zu bewahren, ist diese Werksgeschichte entstanden.    "Die Musik ist der Zeit unterworfen, sie verklingt...", schrieb einst die Musikwissenschaftlerin und Rezensentin Karin Zauft über Kochans "Sieben Orchesterstücke". Nun gibt es etwas Bleibendes. 

Diskussion & Blog

Der Autor lädt Sie ein zur Diskussion! Teilen Sie Ihre Gedanken und Meinungen zur Thematik des Buches. Der Blog bietet zusätzlich spannende Einblicke und Hintergründe.

Veranstaltungen & Lesungen

Erleben Sie die Werksgeschichte live! Informieren Sie sich über anstehende Lesungen und Veranstaltungen, bei denen Sie den Autor persönlich treffen können.

„Ein interessantes Werk, das an eine ganz besondere Geschichte des Kulturpalastes Bitterfeld erinnert und zum Nachdenken über die Vergangenheit und Zukunft anregt.“

Bruna Hambsch

Impressum

© 2026 Fred-Gerrit Griepernau                                                           

griepernau@online.de

Lektorat: Redaktionsbüro Klaus Stübler, Oberhausen 

Verlag: Stockwärter Verlag Halle (Saale)     

Druck: Libri Plureos GmbH, Hamburg                  

Das Buch im Handel

Hardcover  28,99 EUR   

ISBN-13: 978-3-96692-132-9

Paperback  16,99 EUR         

ISBN-13: 978-3-96692-131-2

267 Seiten, reich bebildert, wissenschaftlicher Anhang

In allen Buchhandlungen und online erhältlich